Herzlich Willkommen hier bei ohne Kohlenhydrate abnehmen

 

Wer kommt nicht irgendwann, früher oder später, an den Punkt, an dem man der Meinung ist, jetzt reicht es, jetzt muss ich aber mal etwas für meinen Körper bzw. gegen mein Körpergewicht unternehmen.

Auch ich stand an diesem Punkt.

Eines Tages, es war der 11. März diesen Jahres, stellte ich mich, nach langer Zeit mal wieder auf die Waage. Der letzte Stand meines Gewichtes stammt aus dem vergangenen Jahr und war 96 kg. 96 kg Körpergewicht bei 177 cm Körpergröße, ergibt auch schon ein „schönes“ Übergewicht. Meine persönliche Schmerzgrenze, was mein Gewicht angeht, war und ist folgendermaßen definiert: Sollte mein Gewicht dreistellig werden, also die 100 kg Marke reißen, würde ich sofort, am besten noch gestern, mit einer Diät beginnen. Welche Diät, keine Ahnung, es wird sowieso niemals soweit kommen. So war ich der Hoffnung, dass die Waage höchstens 99,9 kg anzeigen würde. Die Hoffnung stirbt ja, das wissen wir alle, zuletzt. Dieses tat sie dann auch, denn die Waage zeigte 103,5 kg…

 

www.ohne-kohlenhydrate-abnehmen.de - ohne Kohlenhydrate abnehmen - Schlanke Frau in großer Hose

 

Was kann ich machen???

Heute, es ist der 02. Juni, also ein viertel Jahr später, wiege ich 89 kg. Jetzt kommt natürlich die Frage auf: Wie hat er denn das gemacht? Die Antwort liegt im Namen dieser Internetseite, ohne Kohlenhydrate abnehmen. Ich habe größtenteils auf Kohlenhydrate verzichtet. Es funktioniert sogar ohne Sport zu machen. Mit Sport geht es natürlich noch schneller, aber bei meinem Tagesprogramm, wann soll ich da noch Sport machen?

Da ich im Schichtbetrieb arbeite und im Wochenwechsel Früh- und Spätschicht habe, ist das mit den Mahlzeiten, besonders mit den warmen, nicht so einfach. In der Spätschichtwoche gibt es bei mir Mittagessen, in der Frühschichtwoche esse ich abends warm. So habe ich am Anfang meiner Diät nicht komplett auf Kohlenhydrate verzichtet, sondern zum Mittagessen noch meine Portion Kartoffeln, Nudeln, Reis usw. genossen und wenn ich Frühschicht hatte, habe ich morgens in der Pause Graubrot gegessen. Aber mein Gewicht wollte nicht wirklich sinken. Ich musste irgendetwas an meinem Diätplan ohne Kohlenhydrate ändern…

 

Themenübersicht:

  1. No Carb oder doch lieber Low Carb?
  2. Was bewirken Kohlenhydrate im menschlichen Körper?
  3. Insulin
  4. Glucagon
  5. Die Arten von Kohlenhydraten
  6. Ketose
  7.  Abnehmen ohne Diät!?!?

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: No Carb oder doch lieber Low Carb

Da ich an meinem Arbeitsplatz auch einige Arbeitskollegen habe, die eine Diät ohne Kohlenhydrate machen, habe ich mir mal einige Tipps geholt. Einer verzichtet komplett auf Kohlenhydrate und das schon seit zehn Monaten und hat bis jetzt 30 kg abgenommen. Also ganz ohne geht ja eigentlich auch nicht, weil irgendwo sind ja mal einige Gramm Kohlenhydrate vorhanden. Er sagte mir, er darf bis zu 25 g am Tag zu sich nehmen, dass wäre ein Brötchen. Ehrlich gesagt finde ich das etwas zu extrem, komplett auf Kohlenhydrate zu verzichten. Da hätte ich ein wenig Angst, von wegen Mangelerscheinungen.

Ein anderer Arbeitskollege verzichtet sechs Tage in der Woche, Montag bis Samstag, auch komplett auf Kohlenhydrate und macht am Sonntag einen sogenannten Shitday (scheißegal-Tag). Am Sonntag isst er Kohlenhydrate wie es ihm gefällt, soviel er möchte und auch zu jeder Mahlzeit, morgens, mittags, abends. Diese Variante der Diät ohne Kohlenhydrate finde ich persönlich nicht schlecht und sie passt auch sehr gut zu mir.

Low Carb mit Shitday…

Seit zwei Wochen mache ich jetzt auch die Variante, sechs Tage verzichten und einen Tag reinhauen. Mein Shitday ist entweder der Samstag oder der Sonntag. An diesem Tag esse ich morgens, mittags und abends, was ich möchte. Manchmal gönne ich mir nachmittags noch ein Eis oder ein Stück Kuchen zu meiner Tasse Kaffee. Abends verzichte ich gerne, nach so einem Tag, auf noch eine Mahlzeit. An diesem Shitday bekommt der Stoffwechsel mal wieder richtig etwas angeboten und er läuft am siebten Tag mal wieder auf Hochtouren. Man sollte den Stoffwechsel gelegentlich aus dem „ohne Kohlenhydrate Notprogramm“ befreien, denn irgendwann, wenn man mit seinem erreichten Gewicht zufrieden ist, will man ja auch mal wieder normal essen. Wenn man dann zehn Monate komplett verzichtet hat und dem Stoffwechsel dann Kohlenhydrate anbietet, dann, so glaube ich, hat man die Kilos schon bald wieder drauf.

So wie es jetzt läuft, bin ich zufrieden. Das Abnehmen geht ehrlich gesagt langsam, aber Hauptsache es funktioniert, ich fühle mich gut und ich bin mit mir selbst zufrieden. . .

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Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Was bewirken Kohlenhydrate im menschlichen Körper?

Kohlenhydrate werden über die Mahlzeiten, mit der Nahrung aufgenommen und im Körper in Glucose (Traubenzucker), umgewandelt. Diese Umwandlung geschieht durch Körpereigene Enzyme und beginnt bereits im Mund. Der Speichel im Mund enthält schon Verdauungsenzyme, die anfangen die Nahrung zu zerlegen und die Glucose freizulegen. Ein anderes Verdauungsenzym wird schon beim Kauen in der Bauchspeicheldrüse produziert und zerlegt, die schon teilweise zerkleinerte Nahrung, im Magen weiter. Der letzte Schritt der Verdauung verläuft im Darm. Dort geht die gewonnene Glucose, aber auch Eiweiß und Fette, durch die Darmschleimhaut in das Blut über.

Durch den Übergang der Glucose vom Verdauungsapparat in das Blut, steigt der Blutzuckerspiegel. Im nüchternen Zustand liegt der „normale“ Wert des Blutzuckers bei 60 mg/dl (Milligramm pro Deziliter Blut) bis 100 mg/dl. In Abhängigkeit von der aufgenommenen Menge Kohlenhydrate und der Geschwindigkeit mit der diese Aufnahme geschieht, kann der Blutzuckerspiegel einen Wert von 200 mg/dl erreichen und auch übersteigen.

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www.ohne-kohlenhydrate-abnehmen.de - ohne Kohlenhydrate abnehmen - Kartoffeln, Nudeln und Reis

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Insulin

Da der Körper immer bemüht ist, den Blutzuckergehalt im Normalbereich zu halten, schüttet er bei einem zu hohen Blutzuckerspiegel (Werte über 100 mg/dl), das Hormon Insulin aus. Insulin ist das einzige Hormon im Körper, das in der Lage ist den Blutzuckerspiegel zu senken. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und direkt ins Blut abgegeben. Im Blut angekommen dient das Insulin als Transportmittel für die Glucose. Die Moleküle des Insulins docken an den Zelloberflächen an und erst dann können die Organe, die Glucose aufnehmen, direkt in Energie verarbeiten oder für spätere Anstrengungen speichern. Durch diese Aufnahme der Glucose in die Zellen, sinkt der Blutzuckerspiegel. Die Zellen und die Organe speichern die Glucose als Glykogen. Glykogen wird bis zu 150 g in der Leber und bis zu 300 g in der gesamten Muskulatur des Körpers gespeichert. Insulin ist maßgeblich für den Ausgleich des Kohlenhydrat-Stoffwechsels verantwortlich.

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Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Glucagon

Das Hormon Glucagon bewirkt genau das Gegenteil von dem Hormon Insulin. Glucagon wird auch in der Bauchspeicheldrüse produziert und auch direkt ins Blut abgegeben. Sollte der Blutzuckerspiegel unter 60 mg/dl sinken, also eine Unterzuckerung vorliegen, wird Glucagon ausgeschüttet. Glucagon verringert den Abbau von Glucose und regt die Leber an, Glucose zu produzieren. So kommt es zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

Die Hormone Insulin und Glucagon halten den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht.

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www.ohne-kohlenhydrate-abnehmen.de - ohne Kohlenhydrate abnehmen - Apfel, Insulinspritze und Zuckerwürfel

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Die Arten von Kohlenhydraten

Es gibt drei Arten von Kohlenhydraten:

1. Einfachzucker (Monosaccharide)

  • Glucose (Traubenzucker)
    Enthalten im Obst, Honig und Süßigkeiten
  • Fructose (Fruchtzucker)
    Enthalten im Obst
  • Galactose (Schleimzucker)
    Enthalten in Milch

 

2. Zweifachzucker (Disaccharide)

  • Saccharose (Rübenzucker und Rohrzucker, setzen sich zusammen aus Glucose und Fructose)
    Enthalten in Getränken und Süßigkeiten
  • Lactose (Milchzucker, setzt sich zusammen aus Glucose und Galactose)
    Enthalten in Milch, Milchprodukten und Süßigkeiten
  • Maltose (Malzzucker, setzt sich zusammen aus Glucose und Glucose)
    Enthalten im Bier und Süßigkeiten

 

3. Vielfachzucker (Polysaccharide)

  • Schleimstoffe
    Enthalten in Getreidekörnern, Wurzeln, Rinden, Algen, Stielen und Blättern größerer Pflanzen
  • Stärke
    Enthalten im Weizen, Kartoffeln, Reis und Mais
  • Pektine
    Pektin wird mit viel technischem Aufwand aus pflanzlichen Rohstoffen, mit hohem Pektin Gehalt, wie z. B. Apfel-, Citrus- oder Rübentrester hergestellt.

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Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Ketose

Da wir die Aufnahme von Kohlenhydraten drastisch reduzieren, unserem Körper also den Hauptlieferanten für unsere Energie sperren, muss sich der Körper eine andere Energiequelle suchen. Diese findet er ziemlich schnell, sie ist aber nicht so einfach zu bekommen, denn sie muss erst aus unserem eingelagerten Körperfett gewonnen werden.

Wenn der Körper sämtliche Kohlenhydrate und die gespeicherten Reserven aus der Leber und den Muskeln verbraucht hat, beginnt die Leber mit dem Abbau von Fettsäuren. Die Leber wandelt das Körperfett in sogenannte Ketonkörper um, welche die Energieversorgung des Gehirns und der Muskeln übernehmen. Wer noch mehr über Ketose erfahren möchte, bitte hier klicken (externer Link öffnet in einem neuen Fenster).

Solltet ihr auch vorhaben ohne Kohlenhydrate abzunehmen, dann sprecht bitte vorher mit eurer Ärztin bzw. mit eurem Arzt.

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Abnehmen ohne Hunger – Die Ernährungspläne * (Externer Link öffnet in einem neuen Fenster)

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Abnehmen ohne Diät!?!?

Diät adieu – Welcome Diät

Das Wesen des Abnehmens und das Schlank-Bleibens Abnehmen und leichter bleiben gelingt am besten durch eine Umstellung der Ernährung und der Lebenseinstellung. Zum eigentlichen Abnehmen braucht es nicht wirklich eine Diät, wenn man das Wort in seinem ursprünglichen Sinne versteht, wohl aber zur Erhaltung des reduzierten Gewichts. Das Wort Diät kommt aus dem Altgriechischen (Diaita) und heißt direkt übersetzt Lebensweise. Daraus abgeleitet wird die medizinische Wissenschaft der Diätik, deren Forschungs- und Lehrinhalte dem optimierten Verhalten gewidmet ist, ein gesundes Leben durch gesunde Ernährung zu führen. Als ihr Stammvater gilt der antike Arzt Hippokrates von der griechischen Ägäis Insel Kos, auf den noch heute die Ärzte der westlichen Welt ihren Eid ablegen. Mit Hippokrates, der von etwa 460 v. Ch. bis um 370 v. Ch. lebte, beginnt die Geschichte der Medizin als Wissenschaft und die Geschichte der Diät.

Medizin und Diätik sind praktische Wissenschaften, die Vieles aus der Erfahrung integriert haben. Oft entstanden durch Beobachtung Erkenntnisse, die erst später naturwissenschaftlich erklärt werden konnten. Deshalb tummeln sich im Bereich von Diät und Gesundheit auch so viele Heilsverkünder mit der Behauptung, dass ihre Methode richtig – einzig richtig – sei, und die Wissenschaft, das nur noch nicht erkannt habe. Diese Form der modernen Scharlatanerie verbreitet sich umso leichter, als sich Medizin, Psychologie, Soziologie und Philosophie unter dem Begriff „Gesundes Leben“ vereinen.

www.ohne-kohlenhydrate-abnehmen.de - ohne Kohlenhydrate abnehmen - Schlüssel

Was Sie in der Folge lesen werden, beruht aber auf keinen Spekulationen, vordergründigen Erfolgs-“Beweisen“ und gut getarnten Geschäftemachereien. Das, was Sie hier finden werden, ist im modernen Sinn teilweise schon seit dem 19. Jahrhundert in der Forschung bekannt, und vor allem ist es überprüfbar und reproduzierbar.

Reden wir also in Zukunft nicht mehr über Diät im traditionellen Sinn, sondern so wie es das englische „diet“ versteht, das so viel wie Ernährungsprinzip bedeutet und nur am Rande mit Gewichtsabnahme verbunden ist. Ein verbessertes Ernährungsprinzip ist aber die Basis und Ziel einer gesund machenden Gewichtsabnahme zugleich. Den „Grundgesetzen“ liegen fünf wesentliche und nachprüfbare Überzeugungen zugrunde:

Gewichtsabnahme muss durch Reduzierung der als Nahrung aufgenommenen Energie erreicht werden – Der Bedarf an Essen ist individuell unterschiedlich und die Ernährung muss nach der Abnahme diesem angepasst werden.

1. Essen muss satt machen.

2. Essen muss Spaß machen.

3. Essen darf kein Ersatz für psychische Defizite sein.

4. Die „neue“ Lebensweise darf keine Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Die „Grundgesetze“

 Präambel

Die Beachtung der „Grundgesetze“, sind Voraussetzung für eine spürbare Gewichtsreduzierung und Aufrechterhaltung des reduzierten Gewichts. Bei dem Begriff Gewicht ist ausschließlich das überflüssige Gewicht in Form von Körperfett gemeint. Sie können theoretisch – Männer würden sich auf Grund ihrer Physiologie wesentlich leichter tun – Körperfett soweit abbauen und Muskelmasse gleichzeitig so weit aufbauen, dass Sie kein Gramm abnehmen – wohlgemerkt theoretisch.

Betrachten sie die „Grundgesetze“ nicht wie die „10 Gebote“ vom Berg Sinai, aber nehmen Sie sie ernst, sehr ernst. Die Gesetzmäßigkeiten, die ihnen zugrunde liegen, sind Teil der Natur, der Schöpfung, und in unserem Erkenntnisrahmen nicht veränderbar. Einer Missachtung der Gesetze wird nicht gleich die Strafe Gottes oder der irdischen Gerichtsbarkeit folgen. Sie selbst werden sich bestrafen, denn in diesem Falle sind sie Polizei, Richter und Gefängniswärter in einer Person, und das Gefängnis ist nichts Geringeres als Ihr eigener Körper.

 

Die Grundgesetze

1. Lernen Sie Ihren Körper kennen.

2. Beobachten Sie Ihre Gewohnheiten

3. Überprüfen Sie Ihre Motivation

4. Vermeiden Sie Diätlügen

5. Misstrauen Sie Heilsversprechungen

6. Setzen Sie sich ein realistisches Ziel

7. Wählen Sie einen Weg

8. Bringen Sie Bewegung in Ihr Leben

9. Entrümpeln Sie Küche und Keller

10. Vermeiden und bekämpfen Sie Frust und Stress

11. Essen Sie nicht spontan, sondern nach Plan

 

Die Nachsorge

12. Kontrollieren Sie Ihren Erfolg

13. Freuen Sie sich über Erfolge

14. Bleiben Sie dran

 

In den folgenden Kapiteln werden Sie die Kommentierungen zu den einfach formulierten Grundgesetzen finden. Je nach Komplexität fallen Sie natürlich unterschiedlich lang aus. Dies hat aber nichts mit ihrer Wichtigkeit zu schaffen, nur, dass sich manches leichter erschließt, selbst erläuternd ist, und manches eben leider nicht. Die Kommentierung muss auch manchmal etwas hin und her springen, wenn sich Inhaltsbereiche überschneiden; z. B. (Ideal-) Gewicht–Körperfett.

 

Bei Sachverhalten, die detailreich sind oder Berechnungen mit unhandlichen Formeln erfordern, werden Sie in den Kommentaren die Verweise auf den Anhang (Bonus-Material) finden. Bei den Angaben zur Wärme-Energiemenge haben wir uns auf den alten Standard „Kalorie“ beschränkt, der eigentlich Kilokalorie heißen müsste. Die internationale Definition für Wärmeenergie legte zwar Joule als Maßeinheit fest, aber die alte „Kalorie“ ist nicht aus den Köpfen zu vertreiben gewesen, und die EU musste sie weiter offiziell existieren lassen. In den USA stand sie nie zur Diskussion als Angabe bei der Nahrung. Als Umrechnungsfaktor ist von der Internationalen Union für Ernährungswissenschaften beschlossen worden, dass eine mittlere Kalorie einen Wert von 4,182 Joule hat. In der EU müssen beide Werte angegeben werden, üblicherweise als Kilokalorie (kcal) = „Kalorie“ und Kilojoule (kJ).

Lernen Sie Ihren Körper kennen – Körper und Gewicht

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Die persönlichen Voraussetzungen

Es ist möglich, innerhalb von 4 Wochen bis zu 10 Kilo abzunehmen, aber nicht mehr völlig ohne Risiko! Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie sich Einiges von Anfang an bewusstmachen, dass Sie sich folgende grundsätzlichen Fragen stellen:

1) Wollen Sie, aus welchen Gründen auch immer, sehr schnell abnehmen, ohne zu bedenken, wie es nach dem Abnehmen weitergehen soll?

2) Wollen Sie, nach unseren Ratschlägen, die Schritte unternehmen, die Ihnen gesundes zügiges Abnehmen erlauben und den Erhalt Ihrer Traumfigur sichern?

Wenn Sie JA zu Punkt 2 sagen, dann beginnen Sie mit dem ersten Schritt:

Lernen Sie Ihren Körper kennen!

 

Wie steht es um Ihre Gesundheit?

Sie wollen abnehmen und dabei Ihre Gesundheit nicht gefährden? Dann lassen Sie sich zuerst auf Herz und Nieren durchchecken, dann machen Sie Ihren persönlichen, medizinischen TÜV. Die Rücksprache mit Ihrem Arzt ist immer eine gute Idee, wenn es darum geht, Entscheidungen über Diäten zu treffen, vor allem, wenn es mit dem Gewichtsverlust zügig gehen soll. Ihr Arzt kann Ihnen eine Orientierungshilfe bieten, welche Schritte Sie gehen dürfen und vor allem welche nicht. Denn die Vorschläge in den weiteren Kapiteln und Kapitelabschnitten werden Ihnen zeigen, dass es nicht nur einen Pfad zum Gipfel gibt. Sie werden mehrere Wegweiser finden, die Ihnen helfen, den richtigen Schwierigkeitsgrad zu wählen. Sie brauchen also keine Angst haben, der Arzt könnte etwas herausfinden, das Ihre Pläne durchkreuzen würde.

Stellen Sie sich begleitend zum Gesundheitscheck, der so oder so nicht schaden kann, folgende elementare Frage:

Wovon träumen Sie? Wie sieht Ihre Traumfigur aus?

Wollen Sie einfach „nur“ einen gesunden Körper, in dem Sie sich wohlfühlen? Wollen Sie sportlicher werden als Ziel und nicht als Zweck und fühlen sich durch Ihr Übergewicht beeinträchtigt, behindert?

Entspricht ein „normaler“ Körper Ihrer Traumfigur oder wollen Sie mehr Ausstrahlung durch einen schöneren Körper erzielen? Wollen Sie einer prominenten Gestalt der Öffentlichkeit, des Show Business oder des internationalen Films nacheifern? Wollen Sie einen athletischen Körper bekommen, an dem es kein überflüssiges Gramm Fett, sondern nur Muskeln gibt?

 

Der Körper und der Schönheitsbegriff

Dies sei eine kleine Warnung. Äußere Schönheit gehorcht wechselnden Moden. Schönheitsideale unterliegen keinem universellen Gesetz sondern bestenfalls sozialen Zwängen. Schön ist, was eine Gesellschaft, eine Kultur durch zentrale Vorbilder und allgemeinen Konsens als schön empfindet. Kurz skizziert sah die Geschichte der körperlichen „Schönheit“ in den letzten Jahrhunderten so aus:

Zu Beginn der Neuzeit entsprachen schlanke Menschen dem Schönheitsideal bis es zu einer sogenannten „Kleinen Eiszeit“ kam. Im 17. Jahrhundert war daraufhin das, was wir heute Übergewicht nennen, ein Schönheitsideal, die Rubensfigur das Ziel des Strebens. Vom Empire bis zur Zeit nach dem Ersten Weltkrieg waren zerbrechlich wirkende, überschlanke Frauen ein Wunschbild, das die Traumfigur repräsentierte, während Männer stattlich zu erscheinen hatten, wie man es euphemistisch umschrieb. Dazwischen lag das sogenannte viktorianische Zeitalter, in dem das matronenhafte Erscheinungsbild der englischen Königin ebenso positiv empfunden wurde, wie das Aussehen der Kaiserin Maria Theresia im Jahrhundert davor.

www.ohne-kohlenhydrate-abnehmen.de - ohne Kohlenhydrate abnehmen - Frau macht Dehnübung

Nach den Hungerjahren der ersten modernen Weltwirtschaftskrise, nach der „Great Depression“ in den USA und der großen Arbeitslosigkeit in Deutschland und den sehr mageren Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hierzulande, waren weibliche Formen wieder gefragt. Während des Wirtschaftswunders hatten internationale Stars wie Marilyn Monroe und Anita Eckberg jene üppigen Traumfiguren, die alles andere als schlank bezeichnet werden konnten. Jetzt würde man sagen, dass diese „Sexbomben“ leicht übergewichtig waren.

Heute ahmen junge Frauen das Ideal des wandelnden Hungerhakens nach und setzen deshalb für den Rest ihres Lebens ihre Gesundheit aufs Spiel. Für sie ist die Traumfigur eigentlich eine Nicht-Figur. Hier ist das Ideal plötzlich ein faktisch schon gefährliches Untergewicht. Dabei zeigen international gefragte Modelle bereits wieder etwas von der „bella figura“, der schönen, leicht gerundeten Form des weiblichen Körpers. Allgemein herrscht in unserer westlichen Überflussgesellschaft aber immer nach einem gewissen Schlankheitswahn neben dem verbreiteten Jugendwahn, bis in die Chefetagen der Politik und Wirtschaft. Doch es ist Ihre persönliche Entscheidung, was Sie unter einer Traumfigur verstehen, welche Vorbilder Sie haben. Ihre Traumfigur sollte aber durch einen gesunden Körper geprägt sein, und der Weg dorthin darf Ihre Gesundheit nicht gefährden.

Doch was ist überhaupt gesund bezüglich des Körpers, des Körpergewichts? Ohne diesen Rahmen zu kennen, der unabhängig von Zeitgeschmack und Mode definiert werden kann, würde Ihre Traumfigur durch einen zu hohen Preis bezahlt werden.

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Was heißt eigentlich Übergewicht?

Jede Person, die abnehmen will, nimmt an, dass sie Übergewicht hat und ist sich dessen in aller Regel auch bewusst. Man macht sogar Witze darüber. Man ist halt für sein Gewicht nicht groß genug gewachsen.

„Wuchtbrummen“ nennen sich „Starke Frauen“, während ihre Gelenke von der Lendenwirbelsäule abwärts anfangen, sich unter dem Gewicht vorzeitig zu verschleißen. Künstliche Hüftgelenke und Kniegelenke aus teuren Legierungen sind für die Krankenkassen ein Finanzproblem, für den Träger aber eine dauerhafte körperliche Einschränkung, die meist Folgeoperationen nach sich zieht. Unter Männern kursiert der Spruch: „Ein Mann ohne Bauch ist ein Krüppel“. Andere Sprüche wie „Rund, na und!“ lenken ebenfalls vom Kernthema, dem falschen Gewicht ab. Magersüchtige dagegen bilden sich ein, immer noch zu dick zu sein, und müssen Kosten erzeugend zu „ihrem Glück gezwungen werden“. Wie sieht also die Definition eines gesunden Gewichtes aus? Was kann falsch sein?

Die Antwort ergibt sich aus der Frage nach der Lebenserwartung. Statistiker im Krankenkassenwesen haben entdeckt, dass es einen Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Lebenserwartung ohne große gesundheitliche Einschränkungen geben muss. Dies war eine statistische Erkenntnis, nicht eine individuelle. Als Idealgewicht wurde folgende bekannte, einfache Formel entwickelt: Normalgewicht minus 10 Prozent bei Männern und minus 15 Prozent bei Frauen. Das Normalgewicht in Kilo wurde aus der Körpergröße in Zentimetern abzüglich 100 berechnet, unabhängig vom Geschlecht. Nach einer heutigen, verbesserten Auswertung ergibt sich aber, dass in Hinsicht auf die Lebenserwartung das so berechnete Normalgewicht gesünder ist als das Idealgewicht.

www.ohne-kohlenhydrate-abnehmen.de - ohne Kohlenhydrate abnehmen - Die Entwicklung von dick zu dünn

Ein leichte Überschreitung um rund 10 Prozent wäre sogar das noch günstigere „Normalgewicht“, also Körpergröße abzüglich 100 plus 10 Prozent (!). Dieser statistisch bestimmte Gewichtsrahmen stimmt mit dem individuell empfundenen Wohlfühlgewicht recht gut und weitreichend überein. Überschreitet das Realgewicht das so ermittelte Normalgewicht aber um mehr als 20 Prozent, muss in aller Regel mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Schäden gerechnet werden. Die nach ihrem mutmaßlichen Entdecker, dem französischen Arzt und Anthropologen Pierre Paul Broca, auch Broca-Index genannte Faustformel wird heute weitgehend, und etwas zu Unrecht, als veraltet abgelehnt.

An die Stelle dieser einfachen, für jedermann nutzbaren Faustformel trat der neumodische BMI, der Body-Mass-Index, der den Rahmen zur Beurteilung eines gesunden Normalgewichts abgeben soll. Er wurde zwar schon im 19. Jahrhundert durch den belgischen Statistiker Adolphe Quételet entwickelt aber erst durch amerikanische Publikationen in den 70ern des 20. Jahrhunderts zu einer Modeerscheinung. Denn die Formel ist zwar komplizierter und vermeintlich zuverlässiger, hat aber einen ähnlichen gravierenden Fehler wie der einfache Broca-Index: Der individuelle Körperbau und das Verhältnis von Muskelmasse zu Körpergewicht werden nicht wirklich berücksichtigt. Ohne Tabelle ist der BMI außerdem ziemlich wertlos, da der Index nicht linear verläuft. Die Zahl, die sich ergibt, wenn man das Körpergewicht in Kilo durch die Körpergröße in Metern im Quadrat teilt, muss noch interpretiert werden. Daran verdienen viele Anbieter von Büchern, Herstellern von BMI-Waagen oder BMI „kontrollierten“ Kurmaßnahmen. (Im Bonus-Teil finden Sie die URLs zu kostenlosen interaktiven BMI-Rechner. bzw. downloadbarer Software.)

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Gespeichertes Körperfett – Das eigentliche Übergewicht

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass der BMI zwar weit verbreitet ist, für Gesundheitsstatistiker ein wertvolles Instrument darstellt, aber auf persönliche Eigenheiten keine Rücksicht nimmt. Einem sehr muskulösen Mann können überhöhte BMI-Werte ebenso falsche Signale zum Abnehmen vermitteln, wie zu niedrige Werte einen Couch Potato zu Unrecht beruhigen können. Es ist umso erstaunlicher, dass eine bessere Berechnung für die Beurteilung der körperlichen Gesundheit, die noch dazu wesentlich einfacher ist, kaum propagiert wird, nämlich das Verhältnis von Körperumfang zur Körpergröße. International nennt man diese Formel die WHtR-Kennziffer (Waist-toheight- ratio). Die WHtR-Formel berücksichtigt Teile der Proportionen des individuellen Körperbaues und damit auch des Körperfettanteils. Die Formel ist äußerst simpel. Der zweifache Körperumfang auf Höhe der Taille in Zentimetern (2 x W) wird durch die Körpergröße in Zentimetern (Ht) geteilt.

Der Normalwert sollte sich um 1 bewegen und nicht überschreiten. Ab 40 Jahren darf er etwas steigen, aber auch über 50 Jahren nicht wesentlich über 1,2 hinausgehen. Das kann man sich einfach merken. Kombinieren Sie das nun mit der Broca-Formel, bekommen Sie zwei brauchbare Anhaltspunkte für eine gesunde Körpererscheinung. Dafür benötigt man weder umständliche Tabellen noch mehr als eine übliche Badezimmerwaage und ein Maßband. Jeansträger kennen ihr W-Wert ohnehin schon (W cm = W inches x 2,54), und die Körpergröße kennt man in der Regel auch. Die Ht ändert sich langsamer als der W-Wert. [Die WhtR darf nicht mit der WHR verwechselt werden, der Waist-to-hip Ratio. Das Taille-Hüft Verhältnis sagt nur indirekt etwas über die Gesundheit aus. Sie wird, vor allem bei Frauen, als „Attraktivitäts“- Formel verwendet – Stichwort „Sanduhr-Figur“. Laut der DGSP (Deutscher Sportärztebund) sollte der Wert bei Frauen 0,8 und bei Männern 0,9 nicht überschreiten. Werte über 0,85 bzw. 1,0 deuten auf Fettleibigkeit (Adipositas) hin und legen den Rat zum Abnehmen nahe.]

www.ohne-kohlenhydrate-abnehmen.de - ohne Kohlenhydrate abnehmen - Toast mit Messschieber

Zugegeben, auch die WHtR-Formel ist nicht perfekt. Optimal wären die Messung des Körperfettanteils in Kombination mit der Bestimmung der Körperfettverteilung. Dazu wären aber äußerst aufwendige Untersuchungen notwendig. Aber die WHtR berücksichtigt sowohl den Körperbau zumindest teilweise und den Körperbereich, unter dem sich die gefährlichsten Fettanteile ablagern, den Bauchraum. Das innere Bauchfett – das intraabdominale Fett, wie Mediziner das fachmännisch beschreiben – ist besonders stark an den Stoffwechsel des Körpers angebunden und bei Übergewicht gefährlich. Das Bauchfett wird jedoch durch die WHtR proportional berücksichtigt.

Das überschüssige Körperfett ist also der eigentliche Risikofaktor, nicht ein vermeintliches Übergewicht, das bei gleicher Menge individuell interpretiert werden muss. Es gibt einfache Näherungsformeln, um das Körperfett zu errechnen, unter denen die Methode der US-Amerikanischen Marine am einfachsten ist. Für sie benötigt man neben der Körpergröße den Bauchumfang auf Höhe des Nabels und die Kragenweite, entsprechend einem locker getragenen Hemd. Da die Formel mit Logarithmen arbeitet, empfiehlt sich ein interaktiver Rechner. (Siehe Bonus-Material, bblex.de). Bei der Bewertung des Körperfett-Index‘ sollte außerdem ein Rahmen für bestimmte ethnische Gruppen berücksichtigt werden, da es genetisch bedingte unterschiedliche Knochendichten gibt. Die im Handel und auf (Spezial-) Messen angepriesenen Körperfett-Messgeräte, insbesondere Körperfett-Waagen, gelten als unzuverlässig, allen Anpreisungen zum Trotz. Experten, auch von Krankenkassen, raten davon ab, sich auf derlei Geräte zu verlassen. Die Deutsche Sporthochschule Köln empfiehlt ganz einfach den Gang zum (Sport-) Arzt.

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Lernen Sie Ihren Körper kennen – Nahrungsbedarf und Fettspeicher

Der Energieverbrauch – die leidigen Kalorien

Während die Berechnung des gesundheitsbezogenen Idealgewichts relativ einfach erscheint, wird es mit dem Kalorienumsatz etwas kompliziert. Ohne eine Energiebedarfsrechnung kommen Sie zu keinen vernünftigen Ergebnissen. Die Berechnungen erfolgen aber nach verschiedenen Näherungsformeln, weshalb sie nur als Grundinformation dienen können. (Im Anhang, dem Bonusbuch, finden Sie Internet Adressen für interaktive Rechner und downloadbare Software.) Hier nur einige Durchschnittswerte als Anhalt nach der modifizierten Harris-Benedict Formel, die bereits 1919 veröffentlicht wurde.

Eine Frau von 35 Jahren hat bei einer Körpergröße von 165 Zentimetern und einem Gewicht von 75 Kilo einen Grundumsatz von 2.300 Kalorien. Der Grundumsatz ist der Energiebedarf der beim Schlafen oder Sitzen nur durch die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen erforderlich ist. Mit einberechnet ist die notwendige Energie, die durch die Nahrungsaufnahme und -verwertung benötigt wird. Durch eine leichte Tätigkeit, ergänzt durch eine halbe Stunde Gehen und eine Stunde Radfahren erhöht sich der Energieumsatz um 450 Kalorien auf 2.750 Kalorien. Wäre dieselbe Frau 20 Jahre älter und um 5 Kilo zugenommen haben, würde sie wegen des verringerten Grundumsatzes nur noch 2.700 Kalorien verbrauchen.

Ein Mann von 40 Jahren würde bei 175 Zentimeter Körpergröße und 85 Kilo Gewicht bei ähnlicher Tätigkeit 3.200 Kalorien benötigen. Würde er schwere Arbeit annehmen oder sportlich sehr aktiv werden, könnte er seinen Kalorien-Bedarf um rund 1.000 auf 3.200 Kalorien erhöhen, die fiktive 35jährige Frau dagegen nur um 900 Kalorien auf 3.650 Kalorien. Aus diesen Beispielen ergibt sich bei den späteren Diätangaben ein Anhaltspunkt für den Rahmen, in dem sich eine Diät bewegen kann.

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Körperfett – Relevanz und Diät

Eine Gewichtsreduzierung durch Diät und ohne chirurgischen Eingriff ist, einfach ausgedrückt, die Beseitigung des depositorischen Fettes. Der Körper lagert Fett, das er nicht zum Lebenserhalt braucht als Fett ein. Zum reinen Lebenserhalt braucht der Körper nur 2 – 6 Prozent seines Gewichts beim Mann und 10 bis 13 Prozent bei Frauen als Fett-Polster, vor allem als Schutz für seine Organe. Er legt aber für „schlechte Zeiten“ ein Depot an. Mit einem durchschnittlichen Depot kann ein Erwachsener ohne weitere Nahrungsaufnahme rund 40 Tage überleben. Dies ist von der Natur so vorgesehen und war Zehntausende von Jahren von Vorteil für den Erhalt der Menschheit. Da Frauen für das Gebären und für die Grundversorgung der Kinder zuständig waren und auch noch sind, hat ihnen die Natur eine verstärkte Fähigkeit zur Speicherung von Fett mit auf den Weg gegeben – einer der Gründe für ihre höhere Lebenserwartung.

Die Durchschnittswerte steigen mit dem Alter, da der Anteil der Muskeln, der sogenannten Magermasse, allmählich sinkt. Als gut gelten bei Frauen in jungen Jahren um 20 Prozent. Der Anteil darf sich bei Frauen über 50 Jahren auf 25 Prozent erhöhen. Als kritisch gelten Werte gegen 30 Prozent (jung) und über 30 Prozent (reif). Männer sollten deutlich weniger Körperfettanteile haben. Als gute Werte gelten um 15 Prozent (jung) bis um 20 Prozent (reif). Kritisch dagegen sind Werte über 20 Prozent bzw. über 25 Prozent. Dies sind Anhaltswerte für Eurasier (Kaukasier), also auch Mitteleuropäer. (Zur Näherungsbestimmung des Körperfettanteils, siehe oben sowie Anhang.) Als Alarmzeichen werden die Größen des Bauchumfangs bei durchschnittlicher Körpergröße gesehen. Die Grenzwerte werden mit rund 90 Zentimetern bei Frauen und über 100 Zentimetern bei Männern angegeben.

Heute ist, bei einer ungefährdeten Grundversorgung an Nahrungsmitteln, die Einlagerung von depositorischem Fett zu einem Problem und zu einem persönlichen und auch gesellschaftlichen Nachteil geworden. An dieser grundsätzlich positiven Fähigkeit scheitert so oft der Traum von einer Traumfigur. Wir wollen Ihnen deshalb nicht nur helfen, eine deutliche bis drastische Gewichtsreduzierung zu erreichen, sondern für Sie diesen Weg Ihren spezifischen Bedürfnissen anpassen.

Obwohl der Reiz eines ultra-schnellen Gewichtsverlusts groß ist, raten wir Ihnen davon dringend ab. Ein durch Werbemaßnahmen propagandierter Diätplan, wie etwa „10 Pfund in drei Tagen“, ist gesundheitlich äußerst riskant. Für einen „Normalverbraucher“ ist er sogar unmöglich. Vor allem wird er aber zu keinem dauerhaften Erfolg führen.

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Wie funktioniert eine übergewichtsrelevante Diät?

Es gibt dabei nur zwei Grundüberlegungen. Diät, und wir sprechen hier nicht von Maßnahmen wegen internistischen Gesundheitsproblemen, ist die wichtigste Möglichkeit, überschüssiges Körperfett, jenes depositorische Fett, los zu werden. Das geschieht entweder durch Verringerung der Kalorienzufuhr oder durch Erhöhung des Kalorienumsatzes bei gleichbleibender Zufuhr und natürlich durch eine Kombination beider Maßnahmen. In einfachen Worten: Weniger essen und mehr tun. Der Körper wird dadurch gezwungen das gespeicherte Fett wie in einer Notsituation zu verbrauchen. Vorübergehender Gewichtsverlust durch Wasserverlust ist keine Reduzierung des Übergewichts. Jede andere, vor allem spontane Gewichtsabnahme bedeutet in seltenen Fällen eine schwere Krankheit, die die Organe betrifft bzw. auf Muskelschwund hindeutet.

Doch hier beginnt auch das Problem. Am Anfang des Kapitels wurden typische Ausgangssituationen des Kalorienverbrauchs dargestellt. Eine einfache Rechnung zeigt nun: Ein Kilo Körperfett zu verbrauchen, also zu verbrennen, bedeutet, rund 8.000 Kalorien aufzuzehren, denn man berechnet den Brennwert eines Kilos Körperfett zwischen 7.500 und 9.000 Kalorien. Einen solchen täglichen Bedarf haben jedoch die mit Abstand wenigsten Menschen. Selbst wenn Sie außer Wasser nichts zu sich nehmen, haben Sie keine Möglichkeit, eine Wunderdiät durchzuführen und in drei Tagen vier bis fünf Kilo oder sogar noch mehr abzunehmen. Sollte Ihnen die Waage etwas anderes sagen, dann haben Sie kurzfristig sehr viel gestautes Wasser aus der Gewebeflüssigkeit verloren. Ein paar Tage nach der Blitzkur (Crash diet) nehmen Sie bereits wieder zu, zuerst durch den Ausgleich des Wasserverlustes und dann wegen des gestillten Heißhungers.

Realistisch gesehen können Sie bei Beachtung gewisser Sicherheitsmaßnahmen Ihren Tagesbedarf ziemlich unbedenklich auf 1.000 bis 1.200 Kalorien senken. Grob gerechnet nehmen Sie als Frau dann durchschnittlich 1 (!) Kilo pro Woche ab. Wenn Sie gleichzeitig Ihren Bedarf durch Aktivität steigern, sind 1,5 Kilo pro Woche ohne Gesundheitsschaden möglich. Sehr viel mehr sollten Sie aber auch als Mann wegen des erhöhten Grundbedarfs nicht erreichen wollen. Wenn Sie nach einer Vorbereitungswoche eine ärztlich betreute Woche der Nulldiät einschieben, sind noch mal zusätzlich 1 bis 1,5 Kilo erreichbar. Das hieße: Eine Gewichtsabnahme um 6 bis maximal 8 Kilo in einem Monat. Wäre das nicht ein vernünftiges Ziel? Männer könnten mit entsprechender Willenskraft auch die angedeuteten 10 Kilo verlieren.

Doch nun kommt die Gretchenfrage. Wollen Sie sich quälen oder die Sache in Ruhe angehen? Wie gehen Sie am besten nach Ihren Bedürfnissen vor, und wie können Sie schließlich Ihre Traumfigur behalten? Der nächste Schritt verlangt, Ihre Gepflogenheiten beim Essen und Trinken zu studieren, ihre Gewohnheiten zu untersuchen.

 

Beobachten Sie Ihre Gewohnheiten

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Bewusstes und Unbewusstes

Damit Sie Ihr Verhalten, Ihre Essgewohnheit besser verstehen, müssen Sie ein (Essens-) Tagebuch anlegen. Verwenden Sie am besten eine China-Kladde DIN A 6 und beginnen Ihre täglichen Aufzeichnungen immer auf einer linken, unbeschriebenen Seite. Notieren Sie einfach alle Speisen und Getränke, die Sie zu sich genommen haben, aber möglichst wirklich alle, und die Uhrzeit. Ergänzen Sie dieses Verbrauchs-Tagebuch um Ihre körperlichen Aktivitäten, die über das Allernötigste hinausgehen. Notieren Sie die Dauer der Aktivitäten, und beachten Sie eine Aufgabe besonders: Halten Sie dieses Tagebuch in Reichweite, nehmen Sie es mit und machen Sie Ihre Notizen nicht aus dem Gedächtnis, auch wenn Sie dafür belächelt werden. Das mag zwar anfangs aufwändig erscheinen und viel Disziplin verlangen, Sie werden später dankbar dafür sein, wenn Sie herausfinden, wo Sie problemlos Konsum streichen und Aktivitäten vermehren können.

Sie brauchen vor dem Beginn der Diät, vor dem konkreten Abnehmen, noch nicht mit dem Kalorienzählen beginnen, sich noch nicht um Ballaststoffe und Gesundheitsfaktoren kümmern. Sie können sich natürlich schon mal kundig machen. Besorgen Sie sich eine Kalorien-Tabelle, eine Nahrungsmittelkunde oder schauen Sie sich im Internet um.

Wenn Sie Ihr Essens-Tagebuch mit dem Computer führen wollen, dann nur anhand der handschriftlichen Aufzeichnungen. Sie werden kaum ein Notebook ständig mit sich herumschleppen wollen, und auch ein Netbook wiegt gut ein Kilo extra. Auf dem Computer empfiehlt sich der Aufbau einer Excel-Tabelle, die ständig ergänzt oder verändert werden kann. Später können Sie diese bei Bedarf zu Ihrem persönlichen Kalorien-Rechner ausbauen.

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Das Studium der eigenen Gewohnheiten ist die wichtigste Maßnahme, Ihr Bewusstsein zu schärfen, und der Aufbau dieses Bewusstseins ist der Kern dieser „Grundgesetze“. Mit einem konsequent geführten Ernährungstagebuch werden Ihnen einige Verhaltensmuster auffallen, die Sie sich unbewusst zugelegt haben. Es wird Ihnen ähnlich ergehen wie einem Patienten, der ein Schmerztagebuch führt. Sie werden Zusammenhänge in Ihrem Leben entdecken, die Sie verblüffen können. Diese Verhaltensmuster sind Ihre ganz persönlichen Muster. So wie Schmerztagebücher im Vergleich zeigen, dass ein Patient bei der gleichen Grundvoraussetzung Kopfschmerzen bekommt, bei denen ein anderer sie loswird, so verblüffen auch Vergleiche bei Essgewohnheiten.

Die eine Person nimmt bei unregelmäßigem Essen ab, eine andere zu. Letzteres erklärt sich zumeist dadurch, dass der eine Proband nur seinem natürlichen Hunger- und Sättigungs-Empfinden folgt, der andere aber die Kontrolle über die Essensmengen verliert. Doch machen Sie sich bei allen Beobachtungen immer wieder bewusst, dass Sie als Übergewichtiger a priori kein Patient sind. Übergewicht an sich ist, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, keine Krankheit, kann aber Krankheiten und chronische Erkrankungen nach sich ziehen. Sie sind nach wie vor die handelnde Person und nicht die zu behandelnde.

Dies ist der Wegweiser zu den Wegen und Seitenwegen, ihre Traumfigur zu erreichen und zu behalten. Dies können Sie ruhig wörtlich nehmen. Bleiben Sie in jeder Hinsicht auf einem Weg, bleiben Sie beweglich. Wer ständig körperlich unterwegs, in Bewegung ist, bleibt nicht nur schlanker, sondern lebt auch gesünder. Bei Männern könnte man trivial anmerken: „Ein guter Gockel wird nicht fett“.

Die großen Feinde der Gesundheit, der Traumfigur, ja des ganzen Lebens sind unbewusste schädliche Verhaltensmuster, körperliche und geistige

Unbeweglichkeit und die Trägheit, diese erkennen und überwinden zu wollen. Die meisten Menschen sind sich darüber hinaus überhaupt nicht wirklich bewusst, was sie ihrem Körper an angeblich Gesundem und wirklich Ungesundem zumuten. Mit Ihrem Essens-Tagebuch werden Sie Erstaunliches herausfinden. Hier gilt dann der alte Grundsatz: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Überprüfen Sie Ihre Motivation

Eine der wichtigen Fragen ist nun, warum Sie, Sie persönlich abnehmen wollen.

Wollen Sie überschüssige Pfunde loswerden, weil Ihnen eine bestimmte Vorstellung einer Traumfigur vorschwebt? Wollen Sie abnehmen, weil Sie sich augenblicklich zu dick, zu unbeweglich, zu ungesund fühlen? Machen Sie sich Gedanken, wie es weiter gehen soll, nachdem Sie ein bestimmtes Gewicht erreicht haben? Können Sie Ihre Figur schon als Traumfigur sehen, wenn Sie ein „Normalgewicht“ erreicht haben? Ist das Abnehmen ein momentanes Ziel oder ist es Teil der Umstellung Ihrer Lebensführung? Wollen Sie auf jeden Fall mal vorerst ein Bikini-Figur für den Sommerurlaub bekommen, beim nächsten Festakt /Theaterbesuch / Firmenball usw. eine „gute Figur machen“ und dann irgendwie weitersehen?

Ihr Erscheinungsbild als Motivation

Sind Sie sehr modebewusst? Richten Sie Ihr Erscheinungsbild und Ihr Auftreten in der Öffentlichkeit an Prominenten und Celebrities aus. Können Sie eine Spur von Eitelkeit nicht verneinen? Steht für Ihren Wunsch abzunehmen die Traumfigur im Vordergrund und weniger eine Figur, die Gesundheit als eigentlichen Traum signalisiert? Dann besteht bei Ihnen eine gewisse Gefahr, dass Sie ohne jede Mühe, ohne Bewusstseinsgestaltung und ohne Nachhaltigkeit Gewicht verlieren wollen.

Dann besteht bei Ihnen auch die Gefahr, dass Sie einer Scharlatanerie, einem Wundermittel, einem Diät-Guru, einer Mode-Diät, einer chirurgischen Methode zum Opfer fallen. Natürlich ist es einfacher, gleichsam im Schlaf oder unter der Narkose auf dem OP-Tisch Pfunde zu verlieren. Das erstrebenswerte Erscheinungsbild in den Vordergrund zu stellen, hat jedoch einen ziemlich großen Haken. Sie betrügen sich und Ihren Körper selbst, und er wird sich eines Tages rächen. Er wird sich in einer Form und an einer Stelle zurück melden, wo Sie es am wenigsten erwartet haben. Das ist eine einfache aber bittere Erfahrung, die Andere schon gemacht haben.

Die besten SchauspielerInnen waren nachahmenswert, weil Ihre Haltung sie zu dem gemacht hatte, was sie wurden. Alle Hilfsmittel, Medikamente, Drogen und Operationen haben sich irgendwann gerächt. Haben Sie die drogentoten Stars und SelbstmörderInnen aus der Welt des schönen Scheins schon vergessen, die alternden Diven, die fast nur noch in Kliniken lebten, die nach kurzem Ruhm Vergessenen und Abgestürzten? Wollen Sie einer kurzen Phase des äußerlichen Erfolgs alles andere opfern?

Können Sie, nachdem Sie Ihre Gewohnheiten bereits studiert haben, daraus eine Motivation ableiten, Ihr Leben zu verändern? Wollen Sie von vorne herein das Ergebnis ihrer Diät beibehalten und nachhaltig schlanker bleiben? Dann kommen Sie um den Begriff der Nachhaltigkeit nicht herum.

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Die Nachhaltigkeit

Bevor wir Ihnen weitere Möglichkeiten vorschlagen, Ihren persönlichen Weg zur Traumfigur zu gehen, muss noch einmal der Begriff der Nachhaltigkeit behandelt werden. Ohne die Nachhaltigkeit einer Diät werden Sie eines Tages erschreckt feststellen müssen, dass nach einigen Jojo-Sprüngen Ihr Endgewicht über dem liegt, bei dem Sie angefangen haben, abzunehmen. Die Nachhaltigkeit muss in Ihrem Bewusstsein ebenso verankert sein, wie der Wunsch abzunehmen. Je intensiver Sie sich mit dem Gedanken an den Gewichtsverlust, an die Lebensgestaltung und auch an die gelegentliche Mühsal des Weges befassen, umso leichter wird es Ihnen fallen, den einmal beschrittenen Weg beizubehalten. Damit Sie aber noch vertrauter mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ werden, müssen Sie sich Wege und Beispiele ansehen, die das Gegenteil beinhalten, die beinahe mit Garantie zu keinem dauerhaften Erfolg führen werden, weil Bewusstsein und Motivation unterentwickelt sind.

Der schnelle „Erfolg“

Wer schnell und mühelos abnehmen will, hat sich gedanklich noch gar nicht wirklich damit befasst, wie und ob er überhaupt schlank bleiben will. Schlank muss nicht dünn heißen. Schlank ist, wer eine seinem Alter angemessene normale Figur besitzt. Das kann nicht oft genug betont werden. Wenn Sie nach Erreichen dieses Ziels noch ein paar Pfunde in aller Ruhe abnehmen möchten, gefährdet dies die Nachhaltigkeit nicht. Vom ausschließlich gesundheitlichen Standpunkt bringt weiteres Abnehmen keinen zusätzlichen Nutzen mehr. Dann befriedigt es lediglich die Sehnsucht nach einem aktuellen Schönheitsideal, nach der Erfüllung ästhetischer Vorstellungen.

Geben Sie sich als reifere Frau nicht dem Aberglauben hin, Ihr Mann würde Sie nur dann nicht zugunsten einer jüngeren Frau verlassen, wenn Sie in seinen Augen schlank genug wären. Im Zweifelsfall ist Jugend nur durch Jugend zu schlagen und nicht durch äußere Attribute. Verzweifeln Sie als Mann nicht, dass der Waschbrettbauch, der in Wirklichkeit nie so existierte, wie Sie Ihn gerne gehabt hätten, verschwunden ist. Bei einem reiferen Mann zählen andere Werte und seien es, zynisch ausgedrückt, die wichtigsten Sexmerkmale – Geld und Macht. Doch allein deshalb wollen Sie auch nicht geliebt werden. Sie müssen dann immer noch die Konkurrenz eines Reicheren oder Einflussreicheren fürchten, der womöglich auch noch jünger ist…

 

Ohne Kohlenhydrate abnehmen: Die größten Diätlügen

1) Light-Produkte lassen ihre Pfunde einfach verschwinden.

Falsch: Der Körper lässt sich nur kurz austricksen, ob beim Fett oder bei den sogenannten leeren Kohlehydraten. Niedriger Fettgehalt muss durch Zucker ersetzt werden oder lässt Sie hungrig zurück. Von der fettarmen Butter, die mehr emulgiertes Wasser enthält, nehmen Sie wegen des geringeren Geschmacks mehr und bezahlen dafür auch noch mehr. Zuckerersatzstoffe wecken im Körper Heißhunger nach Süßem. Bei Ernährung ohne Zucker verwandelt der Körper selbst Kohlehydrate in den für die Muskelprozesse wichtigen körpereigenen Zucker. Woher der Körperzucker ursprünglich stammt, ist dem Muskel egal. Überschüssiger Körperzucker wird aber so oder so in Fett verwandelt. Nur wer sich strikt an die Vergleichsmengen hält, hat Erfolg aber dafür weniger Genuss. Warum dann nicht einfach gleich weniger vom Guten?

 

2) Die Atkins-Diät hält dauerhaft schlank.

Halbrichtig: Sie und andere „Fettdiäten“ mit niedrigem Anteil an Kohlehydraten wirken – irgendwie. Ganz ohne Kohlehydrate kann der Körper nicht auskommen, und ganz ohne Süßes macht die Hungerei keinen Spaß. Atkins ist Weltanschauung, und Weltanschauungen sind so schwer zu beeinflussen wie religiöse Anschauungen.

 

3) Man muss die Mahlzeiten nur richtig über den Tag verteilen, um abzunehmen.

Falsch: Dem Körper ist es egal, wann er seine Tages-Ration bekommt. Nur Zufriedenheit und Sättigung werden unterschiedlich wahrgenommen. Weder veränderte Frühstücksgestaltung noch Dinner Cancelling, also das ersatzlose  Streichen des Abendessens, lassen für sich Übergewicht verschwinden. Es ist lediglich ratsam am Abend auf Nahrungsmittel zu verzichten, die zur vermehrten Ausschüttung von Cortisol und Insulin führen (Siehe Anhang). Das bremst die natürliche Fettverbrennung im Schlaf.

 

4) Drei Mahlzeiten sind besser als eine Verteilung über den Tag.

Halbrichtig: Mit der gleichen Argumentation wie unter 3) spielt die Verteilung für die Energiebilanz keine Rolle. Die Verteilung hat nur etwas mit dem eigenen Empfinden zu tun. Wer bei nur drei Mahlzeiten zwischendurch Attacken von Heißhunger bekommt, sollte besser die Hauptmahlzeiten verringern und kleine sättigende Zwischenmahlzeiten einplanen. Je nach Veranlagung und Gewohnheiten kann pauschal auch nicht behauptet werden, dass ein „richtiges“ Frühstück Hunger erzeugt oder bekämpft.

 

5) Trennkost macht schlank.

Falsch: Die Theorie der Trennkost hat sich ohnehin als wissenschaftlich unhaltbar erwiesen, und Kalorien bleiben Kalorien. Günstig an der Trennkost ist lediglich der allgemeine Gesundheitseffekt, da die Rezeptvorschläge eher kalorienarm und vitaminreich sind. Typische Abendrezepte der Trennkost verringern allerdings die nächtliche Ausschüttung ungünstiger Hormone.

 

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